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Programmwahl

Für die Dokumentationserstellung hat man die Wahl zwischen zahlreichen Programmen. Dabei gibt es jedoch Programme, die für die Übersetzung und Bearbeitung weniger geeignet sind. MS Word® z. B. ist weit verbreitet, bietet aber nur begrenzte Möglichkeiten hinsichtlich der Kombination von Text und Grafiken und ist für umfangreichere Dokumentationen nicht stabil genug. Bei Grafikprogrammen hingegen ist die Textbearbeitung umständlicher und sie können meist nicht direkt mit einem Translation Memory System (TMS) bearbeitet werden.

Bewährte Programme wie FrameMaker® haben jedoch auch Nachteile, z. B. dass bidirektionale Sprachen nicht unterstützt werden. Für eine arabische Version muss ein anderes Programm verwendet werden. So sollte man abwägen, welche Funktionen für die eigene Dokumentationserstellung benötigt werden. Hinsichtlich der Übersetzungskosten sollte das Programm vor allem TMS-kompatibel sein.

Textausdehnung

Verschiedene Sprachen haben unterschiedliche Laufweiten, d. h. bei der Übersetzung eines Textes vom Englischen ins Deutsche ist die Textmenge zumeist ca. 30% größer als vorher. Für andere Sprachen ist dieser Faktor noch höher, beispielsweise für das Portugiesische. Bei der Übersetzung einzelner Wörter ist der Textausdehnungsfaktor unter Umständen sehr viel größer, so beträgt die Ausdehnung der Übersetzung von "View" in "Ansicht" zum Beispiel fast 100%.

Diese Textausdehnung kann dazu führen, dass manche Sprachen auf einer Seite nicht mehr über genügend Platz verfügen. Um dieses Problem zu vermeiden, sollte bei der Ausgangsdokumentation schon von vornherein genügend Platz eingeplant werden, vor allem in Tabellen, Grafiken, Kopf- und Fußzeilen.